4Youth engagiert sich aktiv rund um die Themen Grenzen akzeptieren, Grenzen setzen, Männlichkeit und respektvolles Miteinander. Mit der Kampagne sollen Jugendliche gestärkt, ihnen Orientierung gegeben und ein Beitrag zu einem respektvollen und gleichwertigen Miteinander geleistet werden.
In der täglichen Arbeit begegnet 4Youth immer wieder Herausforderungen rund um ein respektvolles Miteinander. Nicht allen Jugendlichen gelingt es, werteorientiert ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Orientierungslosigkeit, mediale Einflüsse sowie überholte Rollenbilder und patriarchale Strukturen können dabei eine Rolle spielen. Vor diesem Hintergrund setzt 4Youth im Jahr 2026 gezielt neue Impulse zur Förderung einer gesunden Entwicklung junger Menschen.
Im Januar startet eine ganzjährige Bewusstseins- und Aufklärungskampagne. Mit direkter Sprache, klaren Botschaften und einer eindeutigen Haltung werden toxische Geschlechterbilder hinterfragt und positive, zeitgemäße Rollenbilder sichtbar gemacht. Ziel ist es nicht, Geschlechter zu verurteilen, sondern zum Nachdenken anzuregen und Gespräche zu ermöglichen. Über das Jahr hinweg erscheinen monatlich prägnante Aussagen in den sozialen Medien, die Themen aus dem Alltag Jugendlicher aufgreifen und zur Diskussion einladen. Über QR-Codes wird auf weiterführende Informationen und Unterstützungsangebote auf der Webseite des Jugendbüros verwiesen. Ergänzend werden dekorative Glasuntersetzer im Retro-Schallplatten-Look in Jugendtreffs sowie in hiesigen Lokalen verteilt.
Parallel dazu investiert 4Youth 2026 gezielt in die Weiterbildung von Jugendarbeiter:innen und Streetworker:innen. Im Fokus stehen Rollenbilder sowie der professionelle Umgang mit Grenzüberschreitungen. Das erworbene Wissen fließt direkt in den Arbeitsalltag ein – durch reflektierte Beziehungsarbeit, offene Dialoge, das Hinterfragen von Vorurteilen und das Schaffen geschützter Räume. Ergänzend ist im zweiten Halbjahr ein Workshop zum Thema „Umgang mit Grenzen und Aggressionen“ geplant.
Interessante Ressourcen zur Thematik:
Artikel
- Einfluss maskulinistischer Influencer im Netz – Zeitschrift für die Jugendarbeit (10/2025)
- Handlungskonzept zu Social Media und Geschlecht in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
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